Also dass unser Haus tierlieb sein soll, scheint sich allgemein schon herumgesprochen zu haben. Schließlich ist uns ja z. B. Felix angetragen worden und auch ein Teddy-Hamster (Gott hab ihn selig) hatte so seinen Weg zu uns gefunden. Aber manchmal treibt diese Tierliebe doch seltene Stilblüten:
Schon im letzten Jahr bin ich schier verzweifelt, weil sich dauernd Motten in unserem Haus befanden. In den letzten Tagen konnte ich in unserer Waschküche schon wieder einige entdecken und war natürlich hinterher wie der Teufel hinter den Seelen. Heute kam dann die Krönung: als ich nichtsahnend meine Wochenendwäsche unternehmen will, stiebt die reinste Motteninvasion auf. Ich hab mir erstmal schnell eine Sprühflasche mit Wasser geholt und wie verrückt drauflosgesprüht. Ein bisserl hats geholfen, die Motten waren zumindest nicht mehr so reaktionsschnell und ich konnte einige erledigen. Bei genauer Ursachenforschung stieß ich auf ein paar Meisenknödel, die mein wohlmeinender Gatte im Kellerregal offen für den nächsten Winter aufgehoben hat. Kein Mensch kann sich vorstellen, wie die aussahen. Ich verzichte hier auf detaillierte Beschreibungen. Jedenfalls wusste ich jetzt, wo die Wurzel des Übels lag und musste leider zu meinem Bedauern feststellen, dass ich der Invasion allein nicht Herr werde.
Glücklicherweise kam der besagte Gatte gerade nach Hause und wurde nun meinerseits überfallen und zur Mottenbekämpfung eingeteilt. Nachdem er sich vergleichsweise schnell in seine Kampfausrüstung mit Warnschutzweste und beleuchteter Stirnkappe geworfen hat (für eine Nachsuche braucht er ca. eine halbe Stunde, um sich anzukleiden), aus der Garage zwei Dosen Insektenvernichter geholt (wusste gar nicht, dass wir so was haben!) und mit mir den Ort des Geschehens aufgesucht hat, kreisten wir die Viecher systematisch ein und machten ihnen den Garaus.
Der Kontrollgang nach zwei Stunden brachte nur noch eine einzelne verirrte Motte zu tage, die ebenfalls schleunigst erledigt wurde. Inzwischen kam mir der Gedanke, dass es sich wohl glücklicherweise nicht um Kleidermotten handelt, sondern um Mehlmotten.
Aber bei uns haben sich vor Jahren auch schon mal Rapskäfer im Rattengift invasiv vermehrt. Da wundert einen gar nichts mehr.
Hier schreib ich nur, wenn ich Zeit habe, über die Dinge, die mir Freude machen und keine Langeweile aufkommen lassen!
Freitag, 3. September 2010
Sonntag, 29. August 2010
Mir ist kalt!
Man glaubt es kaum: noch ist August. Ein Monat, den ich bisher doch eher mit Sommer, Urlaub, Sonne, Wärme, Garten, Grillabenden und kurzärmligen T-Shirts verbunden habe. Nicht so in diesem Jahr! Seit mindestens vier Wochen gibt es gefühlten Dauerregen, der mal mehr, mal weniger heftig ausfällt. Von Überschwemmungen bleiben wir hier oben auf dem Berg ja verschont, aber Spaß macht das alles nicht.
Ich schaue sehnsüchtig hinaus in meinen Garten, der sich mehr schlecht als recht müht und sich erstaunlicherweise - wie mir zum Trost - blühend zeigt. Vermutlich werde ich bei genauerer Betrachtung einen Schock bekommen, weil sich alles wild und ohne des Gärtners mäßigende Hand ausbreitet. Am kräftigsten wohl die Pflanzen, die eigentlich nicht mitspielen sollen. Na ja, die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt und vielleicht bekommen wir dafür ja einen umso schöneren September und Oktober.
Dennoch werde ich jetzt wohl im Haus die Heizung anmachen müssen, denn mein Zimmerthermometer zeigt gerade schwache 17,3 °C bei 14 °C Außentemperatur. Ein echter Super-Sommer!
Ich schaue sehnsüchtig hinaus in meinen Garten, der sich mehr schlecht als recht müht und sich erstaunlicherweise - wie mir zum Trost - blühend zeigt. Vermutlich werde ich bei genauerer Betrachtung einen Schock bekommen, weil sich alles wild und ohne des Gärtners mäßigende Hand ausbreitet. Am kräftigsten wohl die Pflanzen, die eigentlich nicht mitspielen sollen. Na ja, die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt und vielleicht bekommen wir dafür ja einen umso schöneren September und Oktober.
Dennoch werde ich jetzt wohl im Haus die Heizung anmachen müssen, denn mein Zimmerthermometer zeigt gerade schwache 17,3 °C bei 14 °C Außentemperatur. Ein echter Super-Sommer!
Montag, 9. August 2010
Wie sähe mein Leben ohne IKEA aus?
Wie man dem letzten Blogeintrag entnehmen kann, sind wir IKEA-Fans. Die neuen Möbel von Johanna gehören zur Serie "Aspelund". (Johanna durfte die Möbel erst kaufen, nachdem sie das Wort richtig aussprechen konnte.) In den letzten Wochen waren wir gefühlte Dauergäste bei Ikea: erst fehlende Teile für Annas Wohnungseinrichtung gesucht (und gefunden), dann Johannas neues Zimmer eingerichtet und für Mama einen neuen Kleiderschrank gekauft, dann für Markus nach Badutensilien und Töpfen geschaut und heute kamen nochmal zwei Billy-Regale für Mamas Egli-Zimmer dazu. Musste sein! Ging nicht anders! Irgendwann will man ja auch mal Ordnung haben. Ist schließlich das halbe Leben, heißt es! Natürlich kommen dann auch immer noch ein paar Kisten und Kästen und Badematten dazu, denn gerade wird ja neu sortiert und organisiert und umgezogen und und und ...
Ohne IKEA wüssten wir auch nicht, was alles in meinen kleinen Micra reinpasst. Heute hat er schon ordentlich gebrummt, als er die zwei Billy-Regale quer reingestopft (aber die Klappe ging zu) bekam. Als Polizist würde ich ja mein Revier auf dem Parkplatz bei Ikea einrichten: ich glaube, da könnte man ordentlich Strafzettel wegen Überladung oder behinderter Sichtweise oder so ähnlich verteilen. Tja offensichtlich ist noch niemand auf die Idee gekommen. Glück für uns! So konnten wir ruhig unseres Weges ziehen. Unterwegs dann allerdings - Radarkontrolle! Aber wir ziehen schnell den Kopf ein und fahren - in angemessenem Tempo natürlich, um nicht aufzufallen - dran vorbei.
Inzwischen habe ich wohl auch so was wie ein "Kapaltunnelsyndrom", alle Gelenke tun weh vom vielen Schrauben. Ich danke meinem Chef insgeheim, dass er sich nicht auf meinen Vorschlag, mein Büro mit Ikea-Möbeln einzurichten, eingelassen hat. Langsam kann ich keine Schraubenschlüssel mehr sehen!
Die Regale stehen schon, wollen aber morgen noch an der Wand angeschraubt werden. Denn jetzt gehts zur Abwechslung mal ins Kino, "Night and Day" steht auf dem Programm und vorher gibts noch einen Coktail auf die gelungenen Renovierungen und Umzüge und alle, die noch kommen.
Ohne IKEA wüssten wir auch nicht, was alles in meinen kleinen Micra reinpasst. Heute hat er schon ordentlich gebrummt, als er die zwei Billy-Regale quer reingestopft (aber die Klappe ging zu) bekam. Als Polizist würde ich ja mein Revier auf dem Parkplatz bei Ikea einrichten: ich glaube, da könnte man ordentlich Strafzettel wegen Überladung oder behinderter Sichtweise oder so ähnlich verteilen. Tja offensichtlich ist noch niemand auf die Idee gekommen. Glück für uns! So konnten wir ruhig unseres Weges ziehen. Unterwegs dann allerdings - Radarkontrolle! Aber wir ziehen schnell den Kopf ein und fahren - in angemessenem Tempo natürlich, um nicht aufzufallen - dran vorbei.
Inzwischen habe ich wohl auch so was wie ein "Kapaltunnelsyndrom", alle Gelenke tun weh vom vielen Schrauben. Ich danke meinem Chef insgeheim, dass er sich nicht auf meinen Vorschlag, mein Büro mit Ikea-Möbeln einzurichten, eingelassen hat. Langsam kann ich keine Schraubenschlüssel mehr sehen!
Die Regale stehen schon, wollen aber morgen noch an der Wand angeschraubt werden. Denn jetzt gehts zur Abwechslung mal ins Kino, "Night and Day" steht auf dem Programm und vorher gibts noch einen Coktail auf die gelungenen Renovierungen und Umzüge und alle, die noch kommen.
Samstag, 31. Juli 2010
Was mich im Moment beschäftigt ...
... kann man hier nachlesen.
Gerade haben Hanni und ich ihr neues Zimmer in zwei Grüntönen gestrichen. Jetzt gibt sie mit einer Freundin ihrem Zimmer den letzten Schliff und dann bauen sie die Möbel auf.
Man könnte meinen, es sind die gleichen Farben wie in unserem Ess- und Wohnzimmer, aber die Grüntöne sind einen Tick wärmer.
Gerade haben Hanni und ich ihr neues Zimmer in zwei Grüntönen gestrichen. Jetzt gibt sie mit einer Freundin ihrem Zimmer den letzten Schliff und dann bauen sie die Möbel auf.
Man könnte meinen, es sind die gleichen Farben wie in unserem Ess- und Wohnzimmer, aber die Grüntöne sind einen Tick wärmer.
Mittwoch, 30. Juni 2010
Zeit zum Genießen
Nachdem am Samstag schon eine Rose und ein Geranium als verspätetes Geburtstagsgeschenk von meiner Schwester Einzug in meinen Garten halten konnten, kam gestern noch etwas figurines dazu. Ich hatte ja gedacht, es wären Engel (ich sollte meine Brillenstärke kontrollieren lassen) und als ich die beiden so in den Garten schleppe und stolz meiner Tochter zeige, sagt sie: "Haste dir´n paar speckige Jungs gekauft?" Alle Illusion war dahin. Dennoch stehen sie jetzt im Beet und ich find´s schön. Meine Freundinnen ebenfalls, denn die waren heute von mir zum spontanen Kaffeetrinken und Rosenschnuppern eingeladen. Ich musste doch unbedingt den leckeren Kuchen backen, den meine Schwester und ich am Samstag in der Garten-Galerie Stork gegessen hatten.
Dazu saßen wir unter einer Haube von Rosenblüten und der Duft ist momentan so wunderbar, süß und schwer, dass ich ihn am liebsten in Tüten abfüllen und für schlechte Zeiten oder trübe Tage aufbewahren möchte. Schade, dass das nicht geht und die Blüten ihre beste Zeit jetzt wohl auch schon hinter sich haben.
Nicht vorenthalten möchte ich euch das Rezept von dem leckeren Mandel-Kirsch-Kuchen mit Sahne und Eierlikör:
Einen Teig bereiten aus:
100 g Butter,
100 g Zucker,
1 P. Vanillinzucker,
5 Eiern,
1 P. Backpulver und
200 - 250 g gemahlenen Mandeln und
einem Schuß Eierlikör.
Alles in eine gefettete 26cm-Tortenboden-Form füllen und bei 165 °C 30 Minuten backen.
Für die Füllung habe ich den Kuchen geteilt, man kann die Kirschen aber auch obendrauf geben. Ein Glas Sauerkirschen mit ca. 30 g Zucker aufkochen lassen, den Saft mit ca. 30 g Stärkemehl andicken und zu den Kirschen geben, aufkochen lassen. Auf dem Boden geben und in den Kühlschrank stellen. Anschließend 250 - 400 ml Sahne mit etwas Puderzucker und Sahnesteif aufschlagen, daraufgeben und mit Eierlikör verzieren. Den Kuchen noch eine Stunde im Kühlschrank kaltstellen. Guten Appetit!!!
Sonntag, 27. Juni 2010
It´s summertime!
Endlich ist der Sommer da! Wie in unseren Breiten üblich, kommt er natürlich wieder so schnell, dass man keine Möglichkeit hat seine vom Winter und der langen Regenzeit sonnenentwöhnte Haut den neuen Verhältnissen anzupassen. Und leider genießt man das sonnige Wetter ohne Nachzudenken mit vollen Zügen bzw. in der Natur. Ohne zu Merken holt man sich den schönsten Sonnenbrand!!! Wo??? Im Garten, aber diesmal nicht im eigenen: meine Schwester und ich waren gestern Rosen-Wochen-gemäß bei Stauden-Stöcker, in der Garten-Galerie Stork und im Camenhof. Von den ersten beiden sind wir nach wie vor begeistert. Frau Stork hat schon wieder neue Beete angelegt und wir haben leckeren Kirsch-Eierlikör-Kuchen gegessen. Der Camenhof hat uns wirklich enttäuscht. Ich hätte mir am liebsten die 3 Euro Eintritt zurückgeben lassen. Es ist ja wunderbar, wenn man viele Ideen hat und auch den Platz, diese umzusetzen. Leider vergisst mancher Gartenfreund in seiner Pflanzwut, dass alles auch gepflegt werden will.
Mein eigener Garten ist mir hier ein mahnendes Beispiel, wobei sich der Pflegeaufwand doch noch in Grenzen hält. Allerdings hat mir das Buchshecken-Schneiden in der vergangenen Woche einen Hexenschuss eingebracht, der nur mit Spritze vom Ehegatten zu beheben war.
Dennoch ist der Juni fast die schönste Zeit in meinem Garten, wie die Bilder zeigen.
Dennoch ist der Juni fast die schönste Zeit in meinem Garten, wie die Bilder zeigen.
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